Kurz erklärt

Die Bandscheiben liegen als Puffer zwischen den Wirbeln. Bei einem Vorfall tritt ein Teil des weichen Kerns nach hinten oder zur Seite aus und kann auf einen Nerv drücken. Das kann bis ins Bein oder in den Arm ausstrahlen. Die meisten Vorfälle bessern sich ohne Operation, Bewegung ist dabei wichtig.

Bewegi – Bandscheibenvorfall

Was ist das, woher kommt es?

  • Meist steckt Verschleiß der Bandscheibe dahinter, am häufigsten zwischen 30 und 50 Jahren. Ein Unfall ist selten die Ursache.
  • Am häufigsten ist die Lendenwirbelsäule betroffen, seltener der Hals.
  • Risiken sind Bewegungsmangel, Übergewicht, schwere einseitige Belastung und ein starkes Hohlkreuz.
  • Typisch ist ein stechender, einschießender Schmerz, der ausstrahlt. Auch Kribbeln, Taubheit oder Schwäche im Bein oder Arm kommen vor.

Was Bewegung bewirkt

  • Bandscheiben leben vom Wechsel zwischen Druck und Entlastung. Bettruhe wird heute nicht mehr empfohlen.
  • Kräftige Rumpfmuskeln stützen und entlasten die Wirbelsäule.
  • Wer in Bewegung bleibt, wird oft schneller wieder schmerzfrei.

Was im Rehasport passiert

Im Mittelpunkt stehen die Entlastung der Wirbelsäule und ein ruhiges Training der Rücken- und Bauchmuskeln. Dazu kommen sanftes Dehnen, Haltungsschulung und rückengerechtes Heben und Tragen. Geübt wird ohne Schmerz, ohne ruckartige Drehungen und ohne Sprünge.

Gut zu wissen im Alltag

  • Langes Sitzen öfter unterbrechen.
  • Lasten nah am Körper und aus den Beinen heben.
  • Gehen, Schwimmen und Radfahren ergänzen die Übungen gut.

Wann ärztlich abklären?

Bei neuer Taubheit oder Schwäche im Bein oder Arm. Taubheit im Gesäß oder Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang sind ein Notfall: sofort ärztliche Hilfe holen.

Zum Mitmachen

Übungen aus dem Rehasport für zu Hause, mit Bild und Anleitung. Nur Übungen machen, die in der Gruppe schon gelernt wurden.

Diese Muskeln arbeiten mit

Grundlage: Ausbildung im Rehasport (Orthopädie), aktuelle Leitlinien und Empfehlungen von Fachgesellschaften, in eigenen Worten zusammengefasst. Stand: Oktober 2026.

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Allgemeine Informationen, ersetzen keine ärztliche Beratung. Wir sind Trainerinnen und Trainer, keine Ärztinnen und Ärzte: Untersuchung, Diagnose und Behandlung gehören in ärztliche Hände.

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