Kurz erklärt

„Rheuma“ ist ein Sammelbegriff für viele Erkrankungen an Gelenken, Muskeln und Bindegewebe. Am bekanntesten ist die rheumatoide Arthritis: Das eigene Abwehrsystem greift die Gelenke an, sie entzünden sich. Bewegung ist neben Medikamenten ein fester Teil der Behandlung.

Bewegi – Rheuma

Was ist das, woher kommt es?

  • Warum sich das Abwehrsystem gegen die eigenen Gelenke richtet, ist nicht ganz geklärt. Veranlagung, Infekte und Rauchen spielen eine Rolle.
  • Frauen sind etwa dreimal so häufig betroffen. Oft beginnt die Erkrankung zwischen 35 und 50 Jahren.
  • Typisch sind geschwollene, schmerzende Finger- und Zehengelenke auf beiden Seiten und eine lange Morgensteifigkeit. Dazu kommen oft Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Die Beschwerden kommen in Schüben.

Was Bewegung bewirkt

  • Bewegung erhält und verbessert die Beweglichkeit der Gelenke.
  • Kräftige Muskeln schützen die Gelenke.
  • Sanfte Ausdauer hilft gegen Müdigkeit und hebt die Stimmung.

Was im Rehasport passiert

Geübt werden Beweglichkeit, Kraftausdauer, Geschicklichkeit und sanfte Ausdauer, an die Tagesform angepasst. Schmerz wird ernst genommen, niemand muss sich überfordern. Bei einem akuten Schub mit Fieber oder stark entzündeten Gelenken wird pausiert.

Gut zu wissen im Alltag

  • An schlechten Tagen kleine Bewegungen, an guten Tagen etwas mehr.
  • Kälte oder Wärme kann je nach Phase lindern.
  • Hilfsmittel aus der Ergotherapie schonen die Gelenke.

Wann ärztlich abklären?

Bei einem neuen Schub, Fieber, stark geschwollenen oder heißen Gelenken.

Zum Mitmachen

Übungen aus dem Rehasport für zu Hause, mit Bild und Anleitung. Nur Übungen machen, die in der Gruppe schon gelernt wurden.

Mehr erfahren

Grundlage: Ausbildung im Rehasport (Orthopädie), aktuelle Leitlinien und Empfehlungen von Fachgesellschaften, in eigenen Worten zusammengefasst. Stand: Oktober 2026.

Allgemeine Informationen, ersetzen keine ärztliche Beratung. Wir sind Trainerinnen und Trainer, keine Ärztinnen und Ärzte: Untersuchung, Diagnose und Behandlung gehören in ärztliche Hände.

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